Aktuell


Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert erinnerte am 13. Februar 2016 auch an die allerjüngsten Opfer des durch das nationalsozialistische Deutschland begonnenen Zweiten Weltkrieges und dessen Konsequenzen.




Am 6. November 2015 wurde die umgestaltete Kindergrabstätte auf dem St.-Pauli-Friedhof während einer feierlichen Veranstaltung der Öffentlichkeit übergeben. Unter den etwa 300 Gästen befand sich ein großer Teil der am Projekt beteiligt gewesenen Schüler und Bürger. Zunächst sprachen Kirchenvorstand Eckehard Möller, die Bürgermeisterin Eva Jähnigen, die Projektverantwortlich Annika Dube-Wnek, die Geschäftsführerin des Projektträgers Jugend.Arbeit.Bildung Dr. Solveig Buder sowie der ehemalige Kinderhäftling Aleksej Skripnik aus Russland im Gemeindesaal der Mennonitischen Gemeinde zu den Anwesenden. Musikalisch wurde dieser Teil der Veranstaltung von Detlef Hutschenreuther und Begleitung umrahmt. Anschließend wurde mit der Pflanzung eines Apfelbäumchens auf der Grabstätte –frei nach dem Luthermotto „...und wenn ich auch wüßte, dass morgen die Welt untergeht würde ich doch heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ - der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft Ausdruck verliehen und die Gestaltung der Anlage damit vollendet. Der Chor der Freien Waldorfschule Dresden begleitete diesen Akt musikalisch. Anschließend gab es Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und die Anlage eingehend zu besichtigen. Es ist schön zu sehen, dass seitdem immer wieder Menschen die Grabstätte besuchen, innehalten und Blumen, Gestecke, Kerzen und anderen Grabschmuck ablegen. Die aktive Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern sowie Schülerinnen und Schülern an der idellen Auseinandersetzung, der Entwurfs- Gestaltung sowie der kreativ-handwerklichen Umsetzung hat dazu beigetragen, dass dieser Erinnerungsort heute und hoffentlich auch in Zukunft ein Ort ist, mit dem sich viele Menschen innerlich verbunden fühlen. Allen die hierzu beigetragen haben sei an dieser Stelle von ganzem Herzen gedankt.

Fotos: Dietmar Groschischka




Feierliche Übergabe der Kindergrabanlage für 225 Säuglinge und Kleinkinder von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen, verstorben in der "Ausländerkinder-Pflegestätte Kiesgrube" in den Jahren 1943 bis 1945.


am Freitag, dem 6. November 2015, um 13 Uhr, auf den St. -Pauli-Friedhof, Haus der Evangelisch-Mennonitischen Freikirche Dresden, Hechtstraße 78 a, 01127 Dresden.






Endlich ist es soweit: die Gestaltung der Kindergrabstätte steht fest!


Bei der Zusammenführung der Schülerentwürfe wurde darauf geachtet, möglichst umfassend auf die Vorstellungen der Jugendlichen einzugehen und alle grundlegenden Ideen aufzugreifen und umzusetzen. So war ein wesentlicher Gedanke, die Individualität der verstorbenen Kinder zu würdigen und hervorzuheben. Ein zweiter häufig wiederkehrender Aspekt waren die Kartons, in denen die Säuglinge beerdigt wurden und die in mehreren Entwürfen als Gestaltungselement zu finden waren. Das Gestaltungskonzept sieht daher vor:


  • die Anfertigung einer kleinen Tafel (ca. 20 x 20 cm) aus modellierbarem Kunststein unter Nennung des Namens und des erreichten Lebensalters für jedes einzelne Kind unter
  • Beteiligung möglichst vieler Menschen aller Generationen an der Umsetzung
  • Anbringung der Tafeln an einem geeigneten Träger (voraussichtlich Holz) entlang der gesamten Begräbnisfläche
  • Erhaltung des vorhandenen Gedenksteines
  • Errichtung einer Skulptur aus steinernen Quadern in den Dimensionen der zur Bestattung verwendeten Kartons und Anbringung einer Tafel mit einem erklärenden Text zum Schicksal der hier beerdigten Kinder
  • die ergänzende Bepflanzung der Anlage

Die Arbeiten sollen bis Oktober 2015 abgeschlossen sein, die Übergabe der neugestalteten Grabanlage ist für den November 2015 vorgesehen.





Am 27. Mai 2014 war es soweit: im Rahmen einer Pressekonferenz im Saal der Evangelisch-Mennonitischen Freikirche auf dem St. Pauli-Friedhof stellten Schüler mehrerer Schulen und Bildungseinrichtungen ihre Ideen für die Neugestaltung der Kindergrabanlage vor. Hier können die Entwürfe angeschaut werden!


Schülerentwürfe